Zeitzonen und Weltzeit für Reise und Urlaub
Wer auf seinen Reisen große Strecken zurücklegt, was heutzutage durch den internationalen Flugverkehr kein Problem mehr darstellt, der muß am Ende des Fluges seine Uhr auf die jeweilige Ortszeit umstellen. Wenn man nicht gerade in Nord-Süd-Richtung innerhalb einer Zeitzone unterwegs war, dann hat man eine oder mehrere Zeitzonen überquert. Unter einer Zeitzone versteht man dabei einen von Menschen festgelegten Abschnitt der Erdoberfläche in dem diesselbe Uhrzeit und dasselbe Datum gelten. Reist man in östliche Richtung, dann muß man die Uhr vorstellen, reist man dagegen in westliche Richtung muß man sie zurückstellen. Wird bei der Reise auch Mitternacht überschritten, dann ist neben der Uhrzeit auch die Datumsanzeige zu ändern. Auf das korrekte Datum ist vor allem bei der Verwendung von Notebooks und Handys, aber auch bei Uhren mit Datumsanzeige zu achten.
Alle größeren Orte hatten ursprünglich eine eigene Uhrzeit, die am Stand der Sonne ausgemacht wurde - der Zeitpunkt, an dem die Sonne den höchsten Punkt über dem Horizont erreicht hatte, war 12 Uhr mittags. Mit dem Aufkommen des Reiseverkehrs im Zuge der Entwicklung der Eisenbahn bescherte diese Vielfalt an lokalen Zeitrechnungen Probleme. So war es recht kompliziert, einfache Reise- und Fahrpläne gerade im grenzüberschreitenden Verkehr zu schaffen. Es war daher nicht verwunderlich, dass vor allem die Bahngesellschaften darauf drängten, Zeitzonen systematisch zu vereinheitlichen. Dabei mußte man zwei Dinge berücksichtigen: Einerseits sollte die Zeit und damit der Tagesablauf am Stand der Sonne ausgerichtet werden und andererseits mußte man Gebiete zusammenfassen, in denen eine einheitlliche, gesetzlich festgelegte Ortszeit herrscht. Zwischen diesen Gebieten, den Zeitzonen, mußte auch noch eine leicht zu berechnende Zeitverschiebung, meist 1 Stunde, bestehen.
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Reise durch die Zeitzonen
Die Zeit in den einzelnen Zeitzonen beruht heute auf der Koordinierten Weltzeit UTC und wird durch das Hinzufügen oder Abziehen einer meist ganzzahligen Anzahl von Stunden errechnet, die sich aus dem mittleren Abstand vom Nullmeridian ergibt. Es obliegt den jeweiligen Ländern, die Zeitrechnung auf ihrem Territorium gesetzlich zu regeln. Außer bei Ländern, die eine große West-Ost-Ausdehung haben und sich somit zwangsläufig über mehrere Zeitzonen erstrecken, sind die meisten Länder der Erde einer Zeitzone zugeordnet. Mit 11 Zeitzonen hat Russland die meisten Zeitzonen auf seinem Territorium, die USA haben 6, gefolgt von Kanada mit 5 und Australien, Mexiko und Brasilien mit jeweils 3 Zeitzonen. Anders dagegen ist es in China: Trotz der Größe des Landes, das sich über 5 Zeitzonen erstreckt, gilt für das ganze Land eine einheitliche Zeit.
In einigen Ländern kam es auch zur Einführung einer landesspezifischen Uhrzeit, die meist aus der geogrphischen Lage zwischen 2 Zeitzonen herrührt. Diese weist im Gegensatz zum Normalfall keinen Unterschied von einer vollen Stunde zu einer benachbarten Zeitzone auf, sondern nur eine halbe Stunde. Die Zeit im Iran ist dreieinhalb Stunden vor der Weltzeit UTC, in Afghanistan sind es viereinhalb und in Indien fünfeinhalb Stunden. In die andere Richtung, nach der koordinierten Weltzeit UTC, weicht Venezuela um viereinhalb Stunden ab. Ganz kurios wird es in der Antarktis. Da die Antarktis theoretisch in 24 Zeitzonen liegen würde, hat man hier einheitlich für den ganzen Kontinent die UTC festgelegt.
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